Tag 3 – Früher Start und Ernüchterung

Schon um 7:30 Uhr waren wir beim Boot, denn um 8 Uhr sollte es angehoben werden, um das Ruder einzusetzen. Der Bootlift war sogar schneller als wir; lediglich der zuständige Mitarbeiter fehlte. Doch der Einbauversuch endete schnell: Das Ersatzruder passte definitiv nicht. Also mussten beide Ruder erneut ausgebaut werden.

Es gab drei Lösungsmöglichkeiten:

  1. Zwei neue Metallruder anfertigen lassen – die beste, aber teuerste Lösung und leider nicht kurzfristig realisierbar.
  2. Den Schaft verlängern – einfacher und schneller, aber ebenfalls teuer.
  3. Ein neues Fiberglasruder über den bestehenden Schaft bauen.

Wir standen ohne funktionierendes Ruder da – und damit ohne Möglichkeit, den Hafen zu verlassen. Im Laufe des Tages kristallisierte sich heraus, dass neue Metallruder zwar die beste Option wären, aber nicht rechtzeitig produziert werden können. Am Abend entschieden wir uns daher, den Schaft des Reserveruders verlängern zu lassen. Die Fertigstellung sollte innerhalb von zwei Tagen möglich sein.

Der Plan war, am Freitag weiterzufahren – doch die nächste Werft arbeitet am Wochenende nicht. Daher wurde unser Termin für den Wassermacher auf Montag verschoben.

Von Freitag bis Montag wollten wir einen kleinen Segeltrip machen und unseren neuen Ultra-Anker testen. Langfristig lassen wir wahrscheinlich dennoch zwei Metallruder bauen und nach Puerto Rico schicken, wo wir sie dann einbauen. Das versehentlich zu lange gebuchte Airbnb konnten wir behalten; lediglich das Mietauto müssen wir verlängern.